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Gassi gehen ist bei unseren Beiden auch sehr ‘in’.

Wir haben einen Teich in der Nähe, sowie Wälder und Felder. Für ihren Geschmack eigentlich alles was das Herz begehrt. Für Menschen ist es natürlich auch ein ‘Schmankerl’.
Beuren war mal Luftkurort, hier läuft alles noch ziemlich ländlich. In unserer Nähe befindet sich ein Bauernhof, ein Kindergarten und eine Schule.
Wie es für den Neufundländer so typisch ist, hat er, bzw. sie ein freundliches Wesen, der niemals träge oder bösartig auftritt, einem Liebe und Treue und sehr viel Verständnis entgegenbringt.
Unsere Hunde sind gewohnt, von Kindern und Erwachsenen immer wieder bewundert und bestaunt zu werden.

So stellen wir immer wieder fest, dass wenn wir im Urlaub sind (unsere Hunde kommen natürlich mit!), und wir in einer unserer Lieblingsstädte sind, dass wir einen regelrechten Massenauflauf verursachen.
Wie letztes Jahr wieder in Wilhelmshaven:
Wir waren an einem schönen Tag dort in der Stadt zum Shoppen. Ich gebe zu, es ist sicherlich für einen ‘Städter’ ein ungewohntes Bild, zwei so große und ruhige Bären in ihrer Stadt zu sehen. Sie lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, weder durch den kleinen Spitz der frech an unserer Eika schnuppern will, dabei so bellt, dass ‘Frauchen’ gar nicht wusste wie sie ihn bändigen sollte. Auch der große Mastif hatte keine Chance unsere Aycha aus der Ruhe zu bringen.

In den Situationen bin ich so stolz auf meine Beiden, dass kann ich keinem Menschen erzählen.


Wir gehen natürlich überall mit unseren Bären hin, ob Restaurant, Hotel oder Coffe-Shop.
Auch zum Einkaufen dürfen sie ab und zu mit.


Das es da hin und wieder zu lustigen Erlebnissen kommt, ist wohl von vorne herein klar.

So waren wir einmal in einem exquisiten Steakhaus im Hohen Norden. Wir bekamen einen schönen Tisch und hatten auch relativ viel Platz. Beide Hunde lagen neben uns und warteten darauf, dass wir uns den Bauch auch so gut füllen konnten, wie Ihrer schon war. Bei Eika, dass muss ich zu meiner Entschuldigung sagen, kann man sich eigentlich darauf verlassen, dass sie nicht aufsteht, bis man es ihr sagt.

An diesem Tag war alles anders....

Wir warteten auf unsere Bestellung und unterhielten uns über unsere Erlebnisse des zur Neige gehenden Tages. Jörg achtete mehr auf Aycha als ich auf Eika. Unser Essen kam und wir fingen hungrig an. Dass die Gespräche hinter uns ein wenig lauter wurden fiel uns gar nicht so schnell auf. Nur ich vermisste auf einmal meinen braunen Bären. Der hatte wohl noch Hunger und schlich sich auf den Weg in die Küche des Nobelrestaurants, um zu schauen, ob sie da wohl was abstauben könne. Der Koch meinte lachend, so was Großes hätte er noch nie auf dem Grill gehabt. Entschuldigungen wurden nicht akzeptiert und so erfuhr ich, dass bis zum Jahr zuvor, wohl ein Bernhardiner die Attraktion dieses Hauses war.







Natürlich sind es nicht immer nur schöne Erlebnisse. So waren wir z. B. mal einen Wochentag in Trier zum Bummeln. Alles war schön und harmonisch, weil ich weiß, dass ich mich auf meine beiden Bären verlassen kann.

Auf dem Rückweg fiel mir ein, dass wir noch Brot zu Hause brauchten. So gingen wir zu einer der vielen Bäckereien und verlangten dort das Ersehnte. Ich stand mit Eika vor der Theke und wartete auf meine Bestellung, Jörg kam mit Aycha nach. Neben mir stand eine junge Frau mit ihrer vielleicht 8 jährigen Tochter.

Sie schaute rüber, lächelte mir zu, schaute weiter und erblickte nun unsere Aycha. Sie erstarrte, griff entsetzt nach ihrem Kind und meinte nur: Pass auf, geh nicht zu Nahe an diesen Hund, der sieht gefährlich aus; woraufhin Jörg genüsslich Aycha streichelte und sagte: ich bin stolz auf dich, du hast heute noch keinem ein Loch in die Hose gebissen.

Sie ließ ihr Geld liegen, ergriff ihr Kind, ich schwöre, wäre es nicht schon so groß und wahrscheinlich auch schwer gewesen, hätte sie es sich unter den Arm geklemmt, und lief weg. Und ward nicht mehr gesehen. Wir haben uns angeguckt und sind in brüllendes Gelächter ausgebrochen. Die Verkäuferin meinte nur, so könnten die Kunden immer sein, bezahlen und die Ware da lassen. Dann nahm sie zwei Brötchen vom Vortag und gab sie den Beiden zum Fressen. Auch dem Hund mit dem bösen Blick....



Und da war dann noch die Begegnung mit den Japanern an der Porta Nigra in Trier.

Wir parkten unser Auto wie immer und gingen Richtung Innenstadt unter der Porta durch. Sie ist eine große Touristenattraktion und viele Touris laufen dort herum. So auch an diesem Tag. Eine große Gruppe Japaner stand herum und machte die obligatorischen Fotos. Wir gingen dort vorbei, wurden aber bald von einem mutigen Japaner (vermutlich war er ein todesmutiger Samurai) gestoppt. Dieser wollte Fotos von den Bären und uns haben. Wir hörten immer nur die Worte: oh,  a big one, a bear, how nice and beautifull.

Das ist doch Balsam für die Seele....




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